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Siena hat heute etwa 60.000 Menschen. Vor der Pest 1348 lebten dort fast doppelt so viele Menschen. Siena ist sicherlich eine der besterhaltendsten mittelalterlichen Städte Italiens. Aber seine Geschichte geht fast 3.000 Jahre zurück. Auf dem Hügel von Siena hatten bereits die Etrusker eine Stadt gebaut. Später gründeten die Römer unter einbeziehung der etruskischen Siedlung eine Stadt mit Namen Saenna Julia. Nach einer Legende soll der Sohn von Remus, Senio, die Stadt Siena gegründet haben, weshalb sich im Wahrzeichen der Stadt auch die Wölfin befindet, die die Zwillinge Romulus und Remus säugt. Siena konnte aber nicht unter römischer Herrschaft gedeihen, weil es abseits der Hauptverkehrswege lag und dadurch einen großen Standordnachteil im Handel hatte. Erst mit der Völkerwanderung, als die alten Straßen wie die via Aurelia und Cassia Byzantinischen Überfällen ausgesetzt waren, wurde zwangsläufig neue Verkehrswege auch durch Siena erschlossen und die Stadt konnte gedeihen.